Discussione: Dio esiste?
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Vecchio 03-11-2005, 20.57.08   #89 (permalink)
Elijah
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Jambo!
Purtroppo il testo che trovo molto interessante su Dio, l'ho solo in tedesco, lingua che la maggior parte degli italiani non conosce, o meglio detto, non palleggia molto bene, dato che a scuola - se non erro - non dovete studiarla... (solo l'inglese...fannulloni!)
Riporto lo stesso il testo per quei pochi che lo capiranno, perché è veramente interessante...

Dal libro di Hubertus Halbfas (teologo tedesco) "Der Sprung in den Brunnen":

SCHÜLER: Was nennst du Gott? Was gott-los?
LEHRER: Was ich Gott nenne, können kein Wort, kein Satz, keine Formel wiedergeben. Leichter ist zu sagen, was ich gott-los nenne.
SCHÜLER: Was also?
LEHRER: Ein Mensch, der sich vorstellen kann, dass Gott ist, ist keineswegs gottlos. Wohl aber, wer Gott als nützliche Sache missbraucht: mit ihm Geschäfte machen will und ihn als Vorwand seiner Interessen nimmt. Ich habe dir einige Beispiele aufgeschriben, 'was man alles mit Gott machen kann'. Geh die Liste Punkt für Punkt durch und prüf dich, ob du sie aus einiger Erfahrung belegen kannst.
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Was alles mit Gott machen kann:
- Man kann Gott verantwortlich machen für Hunger und Elend.
- Man kann Gott leugnen, weil er sich nicht sehen lässt und Unglück nicht verhindert.
- Man kann Gott mieten zu besonderen Anlässen: Er dient der Feierlichkeit und fördet den Umsatz.
- Man kann Gott für die eigene Macht gebrauchen, indem man sagt, alle Autorität komme von Gott.
- Man kann im Namen Gottes Kriege führen, Menschen verdammen und töten und sagen, das sei Gottes Wille.
- Man kann mit dem Ruf 'Gott will es!' Angriffe als 'Kreuzzüge' tarnen und auf Soldatenuniform 'Gott mit uns' schreiben.
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Das alles ist gottlos. Man kann mit Gott nicht 'machen', weder ihn gebrauchen noch ausnutzen, denn Gott ist Liebe, und daran hat nur Anteil, wer diese Liebe in sich selbst gross werden lässt.
SCHÜLER: Deine Beispiele zeigen, wie sehr das Wort Gott missbraucht werden kann. Wer das am eigenen Leib erfahren hat, ist verletzlich geworden und mag eine Red von Gott schliesslich nicht mehr hören. Manchmal denke ich, dass es Gott gar nicht gibt, sonder dass die Menschen diese Idee gebrauchen, um mit ihren eigenen Wünschen zurechtzukommen. Was meinst du, gibt es Gott?
LEHRER: Einen Gott, den 'es gibt', gibt es nicht.
SCHÜLER: Was soll das heissen?
LEHRER: Es gibt Vierlerlei... Steine, Blumen, Vögel, Menschen, ... Alles, was es gibt, ist ein Etwas. Gott ist kein Etwas.
SCHÜLER: Also gibt es keinen Gott?
LEHRER: Auch das ist falsch gefragt. Mann kann nach Gott nicht wie nach Sachen fragen. Du muss zunächst fragen lernen.
SCHÜLER: Was heisst fragen lernen? Ich frage ja immerzu. Mir wäre lieber, ich könnte meine Fragen beantworten lernen.
LEHRER: Fragen lernen heisst, über das hinaus zu fragen, was die Leute für selbstverständlich halten und womit sie sich abgefunden haben.
SCHÜLER: Und wie lernt mann das?
LEHRER: Indem man sich nichts schenkt, aber alles abverlagt. Es gibt keine Regeln dafür. Immerhin kann ich dir einige Ratschläge aufschreiben. Du wirst erkennen, was gemeint ist.
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Wenn du nach Gott fragen willst, lerne zu fragen
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Fragen ist schwerer als antworten. Die meisten lernen es nie, wissen nicht einmal, dass man überhaupt fragen kann. Antworten umstellen ihr Leben, aber nicht Antworten auf eigene Fragen, sondern Scheinantworten, die den eigenen Fragen zuvorkommen, damit sie zur ja nicht gefragt werden.

Willst du fragen lernen, schnür die amtlich verpackten Bündel auf. Stürz den Inhalt der geordneten Kisten um und erprobe selbst, womit du leben kannst. Wag dich auch an die schweren Pakete mit den Etiketten 'Gott', 'Erlösung', 'Gebet', heran. Lass dich nicht irritieren durch die Warnung, es würde dir wie mit der Uhr ergehen, die du, auseinandergenommen, nicht wieder zusammenfügen kannst.

Vertrau auf dich und wage zu fragen. Das führt dich ins Weite. Religion ist eine Strasse zu Gott. Eine Strasse ist kein Haus.


Spero che qualcosa capiate...tempo per tradurre non ne ho putroppo per ora...
Elia
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Si difende la verità non facendo soffrire l'avversario, ma prendendo la sofferenza su di sé.
(Mahatma Gandhi)
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